Misophonie-Therapie – Essgeräusche und andere loswerden 2018-04-16T20:49:12+00:00

Misophonie-Therapie

Du hältst Essgeräusche und/oder andere Geräusche in deiner Umgebung nicht mehr aus? Du möchtest am liebsten wegrennen? Dann möchten wir dir helfen, denn es gibt Hoffnung für dich.

Sie verstehen Ihr Kind nicht mehr?

Egal was Sie versuchen, es wird nur schlimmer?

Wir möchten Ihnen helfen und beraten Sie kostenlos und unverbindlich über das Thema Misophonie. Dabei finden wir zusammen heraus ob Ihr Kind an der Krankheit Misophonie leidet und zeigen Ihnen geeignete Lösungsansätze auf.

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Stell dir einmal vor dein Gehirn arbeitet wie ein Computer, wobei dein Bewusstsein der Arbeitsspeicher wäre und dein Unterbewusstsein deine Festplatte. Mit deinem Bewusstsein, also deinem Arbeitsspeicher hast du kein Problem, es arbeitet schnell und zuverlässig.

Dein Unterbewusstsein hat aber einmal etwas falsch gespeichert. Es hat zu einem Programm fehlerhafte Verknüpfungen gesetzt und ist somit nicht ordnungsgemäß programmiert. Dies hat Auswirkungen auf deine Gegenwart und deine Zukunft, auf jetzige Applikationen und spätere. Da der Basiscode nicht stimmt, sind alle darauffolgenden Abläufe beschädigt.

Zusammen mit dir möchten wir den schadhaften Code entfernen und die Verknüpfungen wieder richtig setzen. Du sollst zwar die verschiedensten Geräusche noch immer wahrnehmen, aber eben keinen Hass mehr dabei empfinden.

Der Hass war die falsche Verknüpfung, das fehlerhafte Programm auf der Festplatte. Außerdem helfen wir dir dabei, dass solch schadhafter Code nicht mehr entstehen kann. Wir geben dir dazu das passende Werkzeug, den Virenscanner, welchen du aber natürlich „up to date“ halten musst.

Misophonie – starke Intoleranz auf bestimmte Geräusche und Klänge

Misophonie einmal ganz genau erklärt

Menschen, die an Misophonie erkrankt sind, verfügen über eine starke Intoleranz gegenüber bestimmten Geräuschen. Sie reagieren auf diese Geräusche mit Wut, Panik oder Irritation. Geräuschempfindlichkeitssyndrom (SSSS oder 4S) ist eine weitere Bezeichnung für Misophonie. Wer sich bei Alltagsgeräuschen wie dem Tropfen eines Wasserhahns, Kaugeräuschen oder das Klicken eines Kugelschreibers gereizt fühlt oder in Panik gerät, leidet höchstwahrscheinlich am Geräuschempfindlichkeitssyndrom.

Misophonie setzt sich aus Miso = Hass und Phonie = Ton zusammen, wodurch die Bedeutung sehr eindeutig ist. Denn bestimmte Geräusche rufen eine starke Reaktion hervor, die bis zu Wut und Hass führen können. Selektive Geräuschintoleranz ist aber nicht mit Hyperakusie zu verwechseln, wo Töne als extrem laut oder körperlich schmerzhaft empfunden werden.

Schon seit vielen Jahren leiden Menschen unter diesem Krankheitsbild. Allerdings wurde erst in den 1990er Jahren Misophonie als Krankheit anerkannt. Geprägt wurde dieser Begriff durch die amerikanischen Neurowissenschaftler Pawel und Margaret Jastreboff und steht als Synonym für Selective Sound Sensitivity Syndrom (SSSS). Ins Deutsche übersetzt bedeutet es so viel wie „Selektive Geräuschintoleranz“.

Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Entstehung von selektiver Geräuschintoleranz auf der klassischen Konditionierung begründet und nicht auf einer Anomalie des Gehirns. Betroffene Personen mit selektiver Geräuschintoleranz, reagieren auf Behandlungsverfahren, die eine Gegenkonditionierung beinhalten, sehr positiv. Denn diese Behandlung stellt einen Prozess dar, der einen bestimmten Reflex auslöst. Die Steuerung dieser Reflexe geschieht über das vegetative Nervensystem.  

Symptome, Auslöser und Verhaltensmuster 

Oftmals erscheinen die Symptome des Geräuschempfindlichkeitssyndroms im späten Kindesalter, können aber auch mitunter in jeder anderen Altersstufe auftreten. Vielfach beginnt die selektive Geräuschintoleranz mit einem einzigen Trigger, wo später im Verlauf der Erkrankung weitere Geräusche hinzukommen, die bei den Betroffenen heftige Reaktionen hervorrufen. Dazu gehören neben Wut, Irritationen und Panik sogar körperliche Gewalt oder Gewaltfantasien.   

  • Trigger bei selektiver Geräuschintoleranz
  • Geräusche
  • Gerüche
  • Visuelle Wahrnehmung
  • Berührungen

Alle Sinnesorgane des Menschen reagieren grundsätzlich auf Trigger. Vielfach haben die Trigger Überhand über das Gehör. In extremen Fällen der Erkrankung erfolgt  die Einbeziehung aller Sinnesorgane, sodass für den Betroffenen kein normales, soziales Leben möglich ist.

  • Symptome und Verhaltensmuster

Es gibt bestimmte Verhaltensmuster, die typisch für Misophonie sind. Dazu gehören:

  • Aggressionen
  • Nervosität
  • Verkrampftheit
  • Erhöhter Puls
  • Extremes Schwitzen
  • Wutausbrüche
  • Deutlich herabgesetzte Reizschwelle

Ein Merkmal alleine ist noch kein Indikator dafür, dass selektive Geräuschintoleranz vorliegt. Verfügt eine Person über mehrere dieser Merkmale, die bei wiederkehrenden Ereignissen wie beispielsweise dem gemeinsamen Essen immer wieder auftauchen, sollte sich damit auseinandergesetzt werden. Wichtig ist dabei, dass der Person das Vertrauen ausgesprochen wird und sie jederzeit darüber sprechen kann, ohne ins lächerliche gezogen zu werden.

Häufige Auslöser (Trigger) sind:

  • Kaugeräusche
  • Stimmen
  • Pfeifgeräusche
  • Klopfgeräusche und das klappern von Gegenständen
  • Das Ticken von Uhren
  • Der Duft von Parfüm
  • Mimik und Gestik anderer Personen
  • Geräusche, die durch Elektronikgeräte entstehen
  • Tierlaute

Im Normalfall werden die Trigger nicht von einem selbst erzeugt, sondern von Personen im Umfeld. Ein neuer Trigger entsteht, wenn man mit einer Person lange genug zusammen ist und immer wieder mit denselben Dingen konfrontiert wird.

Es besteht die Möglichkeit, dass Trigger ihre Stärke verlieren. In der Regel bleiben sie aber im Gehirn ein Leben lang abgespeichert. Sie lassen sich jederzeit in Millisekunden  abrufen. Je nach Stärke und Wiederholungszahl können die Trigger sofort  wieder Symptome wie oben beschrieben, auslösen.

In der Medizin wird davon ausgegangen, dass der Grund für die negative Reaktion auf bestimmte Geräusche auf einer neurologischen Störung beruht. Dabei ist es egal, ob die Empfindung die Geräusche als laut oder leise wahrnimmt. Wie oben auch aufgezeigt, können bestimmte visuelle Reize wie bestimmte, wiederkehrende Körperbewegungen verantwortlich für die selektive Geräuschintoleranz sein.

Um den Ängsten entgegenzuwirken, legt der Betroffene ein Vermeidungsverhalten an den Tag. Folge davon ist eine Verminderung der Geselligkeit, die bis zur Isolation führen kann. Mitunter macht sich bei Betroffenen auch der Drang breit, Gehörtes oder Gesehene nachzuahmen.

Eine Steigerung der Misophonie ergibt sich, wenn der Betroffene nicht nur selbst auf das Geräusch reagiert, sondern schon im Vorfeld die Befürchtung entwickelt, einem bestimmten Ton bzw. Trigger ausgesetzt zu werden. Sie haben eine klare Vorstellung davon, welches Ausmaß der unkontrollierbare Ärger oder die Wut, die durch das Geräusch entsteht, hervorrufen kann. Durch diese Befürchtung wird der Kontrollverlust der Emotionalität noch verstärkt. Es erfolgt eine soziale Isolierung. Die Akzeptanz in der Gesellschaft gegenüber Misophonie ist sehr gering. Daher werden Betroffene vielfach als Drückeberger dargestellt.

Behandlungsmöglichkeiten der selektiven Geräuschintoleranz

Die Trigger-Geräusche der selektiven Geräuschintoleranz werden von manchen Menschen beispielsweise mit Musik überlagert, damit diese nicht mehr gehört werden. Andere vermeiden es, sich diesen Geräuschen auszusetzen. Je nach Schweregrad der Erkrankung hat dieses schwere Folgen für die betroffene Person. Dieser Zustand hält die Personen davon ab, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. An sozialen Aktivitäten wird auch nicht mehr teilgenommen. Es kann sogar passieren, dass sich Betroffene komplett vor ihrer Umwelt abkapseln und das Haus nicht mehr verlassen.

Menschen, die unter selektiver Geräuschintoleranz leiden, fühlen sich vielfach missverstanden und entfremdet, da sie mitunter als hysterisch oder überempfindlich abgestempelt werden.

Bis heute gibt es beim Arzt nur wenige Behandlungsmöglichkeiten bei einer Misophonie. Die angebotenen Verhaltenstherapien benötigen einen langen Zeitraum, um eine Veränderung der Verhaltensmuster herbeizuführen. Menschen mit einer selektiven Geräuschintoleranz wird am besten damit geholfen, wenn ihnen ein effektives und in Kürze durchführbares Behandlungskonzept bereitgestellt wird.

Eine gute Alternative ist die Hypnose bei einer Misophonie Therapie, da in kürzester Zeit bereits Erfolge erkennbar sind. Hypnosetherapien werden mittlerweile bei vielen Symptomen bzw. Erkrankungen genutzt. Erfolgsversprechend sich solche Konzepte, wo der Einzelne dazu gebracht wird, selber bewusst in das Geschehen einzugreifen und eigenhändig Stresssituationen abbaut. Mit einem speziellen Coaching lassen sich Angst- und Stressmomente bearbeiten und deutlich reduzieren. Durch dieses Konzept wird der Betroffene zur inneren Balance geführt. Positive Emotionen überlagern die unerwünschten Verhaltensmuster, die sich dadurch verändern.

Hypnose bei einer Misophonie Therapie 

Mit Hypnose kann in vielen Bereichen eine deutliche Besserung hervorgerufen werden. Die angewandten Hypnosetherapien gestalten sich sehr sanft und gehen behutsam und stabilisierend an die Problematik heran. Dabei wird durch den Hypnotiseur dafür gesorgt, dass eine psychische Stärkung erfolgt. Der Betroffene wird in einen Trancezustand versetzt, um die vorhandenen Suggestionen neu zu ordnen und zu verankern. Die ursprüngliche Konditionierung wird mit neuen Reaktionen auf jene Reize konditioniert, die das unerwünschte Verhalten auslösen. Bezeichnet wird dieses als Gegenkonditionierung und beruht auf der klassischen Konditionierung. Angewandte Techniken sind die Aversionstherapie sowie die systematische Desensibilisierung.

Die Methode der Gegenkonditionierung begründet sich auf der theoretischen Basis der klassischen Konditionierung. Sie zielt darauf ab, unerwünschte Verhaltensmuster sowie Emotionen wie Wut, Aggressionen und Ängste abzubauen. Während einer Hypnosetherapie wird eine klassische verhaltenstherapeutische Technik eingesetzt, wo die furchtauslösenden Reize durch Suggestion mit positiven Reizen besetzt werden.

Durch die wiederholte Präsentation der Reize wird ein Prozess eingeleitet. Mit der Gegenkonditionierung des gefürchteten Reizes entsteht ein positives Empfinden, wodurch sich in der Hypnose eine Neuprogrammierung ergibt. Je nach Schwere der Erkrankung sind mehrere Hypnosesitzungen nötig, um Misophonie in den Griff zu bekommen.

Die Gestaltung der Hypnosetherapie beruht auf einem Vorgespräch, wo der Therapeut alle wichtigen Informationen sammelt und Vertrauen zum Betroffenen aufbaut. Denn Vertrauen ist eine wichtige Voraussetzung, damit bei der Hypnose aktiv gearbeitet werden kann. Die Grundlage der Misophonie Therapie ist Teamarbeit zwischen dem Betroffenen und Therapeuten.

Hypnose und Wissenschaft im Bezug auf die Behandlung

Durch moderne wissenschaftliche Methoden lässt sich darstellen, welche Prozesse sich bei einer Hypnose bei selektiver Geräuschintoleranz abspielen. Genutzt werden dafür der PET (Positronen-Emissions-Tomographie) oder fMRT (funktionelle Magnetthomographie), womit eine Art Hirnscan durchgeführt wird. Verschiedene Untersuchungen zeigen deutlich auf, dass während der Hypnose bestimmte Bereiche des Gehirns sehr aktiv sind. Besonders aktiv ist der Gehirnbereich, der für die Aufmerksamkeit, Konfliktlösung und Fehlersuche verantwortlich ist. Weitere Forschungsergebnisse zeigen auch, dass Personen konzentriert und fokussiert und gleichzeitig sehr entspannt sind. Durch diese Grundlage sind die Betroffenen im hohen Maß empfänglich für unterschiedliche Suggestionen.

Wissenschaftliche Studien haben auch zweifelsfrei belegt, dass bei einer Misophonie Therapie durch Suggestion Vorgänge in den Gehirnzentren verändert werden können. So wurde beispielsweise festgestellt, dass die unerwünschten Geräusche während der Hypnose nicht nur subjektiv, sondern auch weniger intensiv wahrgenommen werden. Hypnose wirkt sich aber nicht nur auf das Gehirn aus. Auch der Körper reagiert. Zu erkennen ist dieses an der Atmung und dem Herzschlag, der deutlich ruhiger wird. Der Blutdruck wird abgesenkt. Eine positive Veränderung ist auch beim Stoffwechsel, der Immunreaktion und der Hormonkonzentration festzustellen.

Der passende Therapeut für eine Misophonie Therapie

Therapeuten, die Hypnose als Behandlungsmethode anbieten, gibt es viele. Auf der Suche nach dem passenden Hypnotiseur sollte genau geschaut werden, welche Behandlungsmethoden zur Anwendung kommen. Gerade bei selektiver Geräuschintoleranz, Angstzuständen, Wut, Aggressionen und Nervosität ist es wichtig, dass sich der Betroffene in der Praxisumgebung wohlfühlt und Vertrauen aufbauen kann. Ein guter Therapeut führt beim ersten Termin ein Vorgespräch durch, indem genau geschaut wird, was den Klienten belastet. Anhand der Informationen entscheidet sich der Hypnotiseur, welche Therapie bei der Behandlung der selektiven Geräuschintoleranz Anwendung findet.

In der zweiten Therapiesitzung wird die erste Hypnose durchgeführt, indem der Betroffene in einen Trancezustand versetzt wird, sodass durch Suggestion beziehungsweise Neuprogrammierung die belastenden Probleme angegangen werden. Nach der Ausleitung erfolgt ein anschließendes Gespräch über das Erlebte.

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Misophonie Therapie - Kontakt

Insensu Hypnose und Gesundheit

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Tel. +49 (0) 3375 / 5269292

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