Misophonie Hypnose – Neue Konditionierung im Trancezustand

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Misophonie Hypnose – Neue Konditionierung im Trancezustand

Gezielte Hypnosetechniken sind eine wirksame Methode um Misophonie zu behandeln. Denn die Hassgefühle auf bestimmte Geräusche entstehen im Gehirn und werden über das Unterbewusstsein aktiviert. Dieser Hass auf bestimmte Geräusche entwickelt sich bereits im Kindesalter. Die Reaktion des Körpers auf diese speziellen Geräusche kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Neben Nervosität und Aggressivität kann es sogar zu Gewaltausbrüchen kommen, die nicht kontrollierbar sind. Für den Betroffenen geht von diesen Geräuschen eine Bedrohung aus. Die Abneigung und Hassgefühle gegenüber den Tönen werden Betroffene nicht mehr los. Mit einer Verhaltens- oder Gesprächstherapie lassen sich die auftretenden Emotionen nicht lindern.

Personen, die von Misophonie betroffen sind, fühlen sich durch die Geräusche stark gestört oder werden sogar extrem wütend. Sie reagieren auf unterschiedliche Geräusche, die im Alltag vorkommen. Dazu gehören unter anderem immer wieder auftretende Geräusche wie:

  • Kaugeräusche
  • Atmen
  • Niesen
  • Gähnen
  • Schnarchen
  • Pfeifen
  • Lachen
  • Kaugummi kauen

Diese Geräusche werden als Trigger bezeichnet. Mitunter können es aber auch visuelle Dinge wie beispielsweise ein zappelndes Kind oder ein wippender Fuß sein, die dazu führen, dass sich die betroffene Person gestört fühlt. Für die Medizin ist die Grundlage der Misophonie eine neurologische Störung, die für die negative Reaktion auf bestimmte Geräusche verantwortlich ist. Für die Behandlung von Misophonie hat sich Hypnose als guter Ansatz herauskristallisiert. Da der Ursprung der Hypnose in der klassischen Konditionierung begründet ist, greift hier bei der Behandlung eine spezielle Misophonie Hypnose am besten.

Was geschieht bei einer Misophonie Hypnose?

Diese Art von Hypnose gestaltet sich sehr sanft. Der Hypnotiseur geht sehr behutsam und stabilisierend an die Problematik heran und sorgt dafür, dass eine psychische Stärkung erfolgt. Nachdem der Betroffene in einen Trancezustand versetzt wurde, werden die vorhandenen Konditionierungen neu geordnet und verankert. Diese Neuordnung erfolgt durch eine Gegenkonditionierung. Dabei wird die ursprüngliche Konditionierung mit neuen, positiven Reaktionen auf jene Reize ausgestattet, die für das unerwünschte Verhalten ausschlaggebend sind. Die Gegenkonditionierung bei einer Misophonie Hypnose beruht auf der klassischen Konditionierung. Zur Anwendung kommen dabei unter anderem Techniken wie die systematische Dessensibilisierung oder auch die Aversionstherapie.

Die Gegenkonditionierung zieht darauf ab, unerwünschte Verhaltensmuster positiv zu verändern. Durch Suggestion lassen sich Angst, Wut und Aggressivität umwandeln. Die furchtauslösenden Geräusche werden mit neuen, positiven Reizen besetzt, wodurch sie ihre Gewichtigkeit im Bezug auf die selektive Geräuschintoleranz verlieren. Die wiederholte Präsentation der positiven Reize leitet einen Prozess ein, sodass durch die Gegenkonditionierung ein positives Empfinden entsteht.

2017-06-14T15:02:07+00:00